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Ringstraße & Regionen-Routen

Island Sommer: 98% der Touren starten mit dem Keflavík-Flug

Ich liebe Island Redaktionsteam · Lena Brandt · 2026.07.28 · Lesezeit 17Min. · Aufrufe 3 ·
Kernpunkt — Der isländische Sommer ist die entscheidende Zeit, um die volle Vielfalt der Insel – von aktiven Gletschern bis zu blühender Flora – zu erleben. Die Mitternachtssonne verlängert die Möglichkeiten und öffnet die Tore zu den entlegensten Winkeln des Landes.

„Die Sonne weigert sich, unter den Horizont zu sinken, und verwandelt die raue Wildnis in ein endloses Theater aus Licht und Bewegung.“

Wenn Sie im Sommer nach Island reisen, tauschen Sie die Stille der Polarnacht gegen ein pulsierendes, helles Abenteuer ein. Die Tage sind endlos, die Wege durch die Highlands sind oft erst jetzt passierbar, und die Gletscher zeigen sich von ihrer imposantesten Seite.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Ihre Planung: * Der Sommer ist die einzige Zeit, um die volle Vielfalt der Highlands und viele Gletscherpfade sicher zu erkunden. * Die Mitternachtssonne bietet 24 Stunden Zeit für Aktivitäten, erfordert aber eine Anpassung des Schlafverhaltens.

﹃ * Die Logistik der Hochsaison (Mietwagen, Unterkünfte) erfordert eine frühzeitige Planung Monate im Voraus. * Die Ringstraße bleibt die Lebensader, aber die echte Wildnis beginnt dort, wo der Asphalt endet.

Icelandic waterfall in dark sky with glacier and hiking trail

Warum der Sommer das goldene Zeitalter Islands ist

Ein kühler Wind weht über die schwarzen Sandstrände von Vík, während das Licht der tiefstehenden Sonne den Himmel in ein ewiges Rosa taucht. Es ist 23:30 Uhr, doch der Himmel ist so hell wie an einem späten Nachmittag im Mai.

Laut dem Bericht von World Bank verzeichnete Island im Jahr 2020 laut World Bank Daten internationale Touristenankünfte von 488.000.

Im Winter gehört Island den Jägern der Polarlichter, die in der Dunkelheit nach dem magischen Leuchten suchen. Im Sommer hingegen gehört das Land den Entdeckern.

Die Dunkelheit tritt in den Hintergrund, und die physische Welt – das Eis, das Wasser und der Vulkanismus – tritt mit einer ungeahnten Intensität in den Vordergrund.

Durch das endlose Tageslicht wird die Zeit zu einer flexiblen Ressource. Sie können um drei Uhr morgens eine Wanderung beginnen, um die Massen zu umgehen, oder den späten Abend nutzen, um die Küstenlinien zu erkunden.

Während der Winter oft durch geschlossene Pässe und unzugängliche Straßen begrenzt ist, öffnet der Sommer die Tore zu den entlegensten Winkeln des Landes. Es ist der Wechsel von der reinen Beobachtung der Atmosphäre hin zur aktiven Interaktion mit der Erde.

Icelandischer Gletscher im dunklen Himmel

Die Wege durch das Land: Routen, Logistik und das richtige Basislager

Ein Mietwagen steht bereit, der Staub der Schotterpisten klebt an den Radkästen, und die Karte zeigt eine Route, die weit über die bekannten Pfade hinausgeht.

Die Ringstraße (Route 1) ist das Rückgrat jeder Reise. Sie umrundet die gesamte Insel und verbindet die wichtigsten Regionen. Für Erstbesuche bietet sie einen perfekten Überblick, doch wer tiefer eintauchen will, muss die Abzweigungen in Richtung Osten oder in die Highlands nutzen.

Die Ankunft erfolgt fast immer über den Flughafen Keflavík.

Viele nutzen die Hauptstadt lediglich als kurzen Zwischenstopp auf Langstreckenflügen und beschränken ihre Reise auf die nahegelegenen Highlights wie die Blaue Lagune oder den Goldenen Kreis.

Für eine echte Erfahrung sollten Sie jedoch mehr als nur die touristischen Hotspots besuchen. Die Wahl des Basislagers ist entscheidend: * Reykjavík als Basis: Ideal für kurze Aufenthalte, kulturelles Nachtleben und eine gute Anbindung, aber man verbringt viel Zeit im Auto.

* Ländliche Mietunterkünfte: In Orten wie Akureyri, Höfn oder Vík zu übernachten, ermöglicht eine tiefere Verbindung zur Natur und verkürzt die Wege zu den Highlights.

Wer länger bleibt oder als digitaler Nomade arbeitet, sollte auf stabile Internetverbindungen in ländlichen Gästehäusern achten, da die Infrastruktur in den abgelegeneren Regionen variieren kann.

Abenteuer unter der Sonne: Eis, Feuer und Wasser

Das Knirschen von Steigeisen auf gefrorenem Eis erfüllt die Luft, während der Atem in der kühlen Luft kondensiert.

Im Sommer verwandelt sich die Dynamik der Landschaft. Die Gletscher, die im Winter oft nur weiße Massen sind, zeigen nun ihre blauen Tiefen und die Spalten, die durch die sommerliche Schmelze deutlicher hervortreten. Gletscherwanderungen sind in dieser Zeit besonders sicher und zugänglich.

Die geothermischen Wunder sind im Sommer besonders eindrucksvoll. In Gebieten wie dem Geysir-Tal oder den heißen Quellen von Myvatn ist die Aktivität der Erde spürbar. Das sprudelnde Wasser und der aufsteigende Dampbäder bieten einen faszinierenden Kontrast zur kühlen Luft.

Die Wasserfälle sind im Sommer in ihrer vollen Pracht. Durch die Schneeschmelze führen die Flüsse und Wasserfälle wie Skógafoss oder Gullfoss enorme Wassermassen mit sich. Die Kraft des herabstürzenden Wassers ist in dieser Jahreszeit am beeindruckendsten.

| Aktivität | Beste Region | Schwierigkeitsgrad | | :--- | :---lings | :--- | | Gletscherwanderung | Skaftafell / Vatnajökull | Mittel bis Hoch | | Thermalbäder | Mývatn / Blue Lagoon | Niedrig | | Island-Roadtrip | Ringstraße / Highlands | Mittel | | Whale Watching | Húsavík | Niedrig |

Icelandischer Wanderweg mit Sommersonne

Jenseits der Touristenpfade: Ein Blick in das Ökosystem

Ein kleiner, leuchtend gelber Blumenteppich breitet sich über die dunkle Lava aus, ein kurzer Moment der Zartheit in einer rauen Welt.

Der isländische Sommer ist kurz, aber intensiv. In diesen wenigen Monaten erwacht die Flora zum Leben. Die Landschaft, die im Winter karg und grau erscheint, leuchtet in Grün- und Gelbtönen.

Es ist die Zeit der Vogelzug-Saison; an den Klippen von Látrabjarg können Sie Papageientaucher beobachten, die in den Nistperioden besonders aktiv sind.

Die Kontraste sind überall spürbar. Die vulkanische Urkraft der Erde, die durch die geothermische Aktivität ständig präsent ist, trifft auf die fragilen Lebensräume der Pflanzen und Tiere.

Es ist ein ständiger Dialog zwischen der Zerstörung durch vulkanische Prozesse und der Neuentstehung von Leben auf jungem Lavagestein.

Wer die Zeit nimmt, die kleineren Details zu beobachten – die Flechten auf den Steinen oder die winzigen Blumen in den Kratern – versteht die wahre Essenz der isländischen Natur.

Die perfekte Reise planen: Routen und praktische Vorbereitungen

Ein Koffer voller Funktionskleidung liegt bereit, und der Blick auf den Flugplan erfordert eine präzise Koordination.

Die Entscheidung zwischen einer 7-tägigen oder einer 10-tägigen Reise bestimmt den Rhythmus Ihres Abenteuers. Eine 7-tägige Tour konzentriert sich meist auf den Süden und den Goldenen Kreis, was intensiver, aber auch hektischer ist.

Eine 10-tägige Reise erlaubt es, die Nordküste oder die Ostfjorde einzubeziehen, was eine wesentlich tiefere Erfahrung bietet.

Checkliste für die Vorbereitung: 1. Kleidung nach dem Zwiebelprinzip: Auch im Sommer kann es plötzlich schneien oder stürmisch werden. Wasserdichte Schichten sind unverzichtbar. 2.

Mietwagen-Wahl: Für die Ringstraße reicht ein Standardwagen, aber für Ausflüge in die Highlands ist ein echter 4x4 (Allradantrieb) zwingend erforderlich. 3. Buchung: In der Hochsaison sind Unterkünfte oft Monate im Voraus ausgebucht. 4. Finanzen: Island ist teuer.

Planen Sie ein Budget für Mietwagen, Treibstoff und Verpflegung ein.

Die Kosten für das Reisen in Island können erheblich sein. Während die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Skandinavien ähnlich sind, können die Preise für Unterkünfte und Inlandsflüge in der Hochsaison stark schwanken.

Es ist ratsam, ein Budget für unvorhergesehene Ausgaben (wie geführte Touren oder wetterbedingte Umwege) einzubringen.

Häufige Fragen

Ist der Sommer die einzige Zeit für eine Reise nach Island?
Nein, der Winter hat seinen eigenen Reiz durch die Polarlichter. Aber der Sommer definiert die Art des Abenteuers: Er ermöglicht den Zugang zu den Bergen, den Highlands und den Gletschern, was im Winter oft unmöglich ist.
Was ist die wichtigste Ausrüstung für eine Sommerreise?
Ein zuverlässiges Schichten-System (Layering) und absolut wasserdichte Kleidung. Das Wetter kann innerhalb von Minuten von strahlendem Sonnenschein zu heftigem Regen oder starkem Wind wechseln.
Wie unterscheidet sich die Zugänglichkeit im Sommer vom Winter?
Im Winter sind viele Straßen (insbesondere in den Highlands) gesperrt und die Sicherheit durch Eis und Schnee ist das Hauptthema.
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